Automatische Melksysteme weiterhin im Vormarsch

Der Trend bei den heimischen Milchproduzent:innen zum Umstieg auf Automatische Melksysteme (AMS) setzte sich auch im Jahr 2023 fort. Die Neuinstallationen von AMS nahmen auf den Kontrollbetrieben um 202 Anlagen oder um 13 % zu. Somit sind in Österreich bereits 1.800 Anlagen im Einsatz.

Anteil Betriebe mit Automatischen Melksystemen an den Kontrollbetrieben im Jahr 2023 per 31.12. in Prozent. Über zehn Prozent aller Kontrollbetriebe melken bereits automatisch. Quelle: Rinderdatenverbund, © RINDERZUCHT AUSTRIA/Kalcher

Österreich: 1.800 Betriebe melken bereits automatisch

Der langjährige Trend bei den heimischen Milchproduzent:innen zur Umstellung auf Automatische Melksysteme (AMS) hält auch im Jahr 2023 an. Wie schon im Jahr zuvor wurden auch 2023 wieder 202 neue Anlagen angeschafft. Das entspricht einem Plus von 13 %. Die Anzahl der Anlagen erhöhte sich damit auf 1.797 Stk. Dadurch steigt auch der Anteil der Kühe, die bereits automatisch gemolken werden, das sind 96.000 Tiere oder 22 % aller Kontrollkühe. Im Schnitt melkt ein AMS 54 Kühe. Die meisten Anlagen stehen mit 772 Stk. (+ 12 %) auf den oberösterreichischen Betrieben und damit fast die Hälfte (43 %) aller Anlagen. Es folgen die Bundesländer Niederösterreich mit 334 Anlagen (+11,3 %) bzw. einem Anteil von 19 % sowie die Steiermark mit 290 Anlagen (+14 %).

 

Der Rinderdatenverbund RDV als Datendrehscheibe

Um die Datenerfassung, Aufbereitung und Bereitstellung sowohl für Mitarbeiter:innen der Verbände als auch für die Landwirt:innen weitgehendst zu vereinfachen bzw. Doppelgleisigkeiten zu vermeiden, gibt es zum RDV rund 100 Schnittstellen, die diesen Datenfluss gewährleisten. Wie z.B. zur AMA-Rinderdatenbank, diversen Labors für Trächtigkeitstest und bakteriologische Milchuntersuchungen, zu Sensordaten, Futtermittellabors, Tierärzt:innen, Klauenpfleger, Besamungsstationen und natürlich auch zu den häufigsten Melktechnikfirmen wie z.B. Lely. Über die RDV GmbH sind die Landeskontrollverbände Mitglied beim International Dairy Data Exchange Network (IDDEN), um zukünftig einheitlich definierte Schnittstellen zu schaffen. Viel Vorarbeit dazu wurde bereits im Projekt D4Dairy unter der Konsortialleitung der ZuchtData geleistet. Eine Schnittstelle zu Lely wurde bereits eingerichtet, zu den weiteren Firmen wie DeLaval oder GEA sollte dies zukünftig über IDDEN erfolgen.

 

 

Im Jahr 2023 wurden österreichweit 202 neue Anlagen installiert, die meisten Neuinstallationen gab es in den Bundesländern Oberösterreich (+82; +12%), Steiermark (+35; +14%) und in Niederösterreich (+34; +11%).

© RINDERZUCHT AUSTRIA/Kalcher

 

 

Anzahl Betriebe mit Automatischen Melksystemen in Österreich nach Bundesländern per 31.12.2023.

Quelle: Rinderdatenverbund, © RZA/Kalcher

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