Jahresabschluss Fleisch 2023 - Mehr Kühe unter Fleischleistungskontrolle

Das neue Jahr beginnt für alle Betriebe in der Fleischleistungskontrolle mit dem Jahresabschluss. Bei 24 Rassen wird in Österreich ein Zuchtprogramm geführt, das eine Fleischleistungsprüfung für Zuchttiere in der Mutterkuhhaltung vorsieht. Dazu zählen 14 „spezielle Fleischrinderrassen“, für die ausschließlich diese Leistungsmerkmale erhoben werden. Die zweite Gruppe sind die Generhaltungs- und Doppelnutzungsrassen. Diese Kühe sind je nach Nutzungsart entweder in der Fleisch- oder in der Milchleistungskontrolle. Nach den Ergebnissen der Milchleistungskontrolle liegen für alle Tiere nun auch für alle Tiere der Nutzungsrichtung Fleisch die Ergebnisse vor.

Foto Marion Carniel

Das neue Jahr beginnt für alle Betriebe in der Fleischleistungskontrolle mit dem Jahresabschluss. Bei 24 Rassen wird in Österreich ein Zuchtprogramm geführt, das eine Fleischleistungsprüfung für Zuchttiere in der Mutterkuhhaltung vorsieht. Dazu zählen 14 „spezielle Fleischrinderrassen", für die ausschließlich diese Leistungsmerkmale erhoben werden. Die zweite Gruppe sind die Generhaltungs- und Doppelnutzungsrassen. Diese Kühe sind je nach Nutzungsart entweder in der Fleisch- oder in der Milchleistungskontrolle. Nach den Ergebnissen der Milchleistungskontrolle liegen für alle Tiere nun auch für alle Tiere der Nutzungsrichtung Fleisch die Ergebnisse vor.

Herdebuchkuhzahlen steigen wieder
Die Zahl der Herdebuchkühe in der Generhaltung nimmt größtenteils weiter zu. Dies trägt dazu bei, dass es einen Zuwachs bei den Herdebuchkühe in der Fleischleistungskontrolle gibt: 2023 waren insgesamt 25. 690 Kühe unter der Fleischleistungsprüfung. Das sind um 740 Herdebuchkühe mehr als im Vorjahr. An den vordersten Plätzen sind mit Murbodner, Fleckvieh und Pinzgauer weiterhin drei heimische Rassen. Dahinter folgen die Pustertaler Sprinzen, bei denen die Herdebuchkuhzahl in der FLK um zehn % gestiegen ist. Ihnen folgen die Intensivrassen Angus und Charolais.

Die Zahl aller Mutterkühe in Österreich ist in den vergangenen Jahren stark gesunken. Dieser Rückgang zeigt sich auch in den nachgelagerten Bereichen, wie zum Beispiel im Einstellermarkt oder beim Bio-Jungrind. Die letzte Zahl liegt vom Juni 2023 vor. Mit rund 158.000 Kühen war der Wert im Vergleich zum Dezember 2022 gleichbleibend.

Fruchtbarkeitskennzahlen stabil mit deutlichen Rasseunterschieden
Kaum ein Slogan in der Mutterkuhhaltung ist so oft zitiert wie „jedes Jahr ein Kalb". Die Managementkennzahlen sind entscheidend für die Wirtschaftlichkeit einer Herde. Die durchschnittliche Zwischenkalbezeit lag im letzten Jahr bei 402 Tagen und damit etwas besser als im Vorjahr. Aubrac, Angus und Galloway hatten im letzten Jahr die kürzesten Zwischenkalbezeiten. 23 % aller Kühe hatten eine Zwischenkalbezeit von mehr als 420 Tagen. Auch hier zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Rassen. Die Abkalbequote lag bei 77 % (1 % weniger als im Vorjahr). 37 Prozent aller Kühe in der Fleischleistungsprüfung haben zumindest fünf Abkalbungen. Im Durchschnitt hatten die Kühe in der Fleischrinderzucht 4,8 Abkalbungen bei einem durchschnittlichen Alter von 7,2 Jahren.

Der Anteil der Leicht- und Normalgeburten betrug 97 Prozent. Erfreulicherweise hat sich auch die Vitalität der Kälber nochmal verbessert.
Die Daten aus den Wiegungen ermöglichen vor allem bei größeren Populationen wichtige Rückschlüsse auf die Entwicklung einer Rasse. Durch die standardisierten Gewichte und Tageszunahmen können nicht nur die Mastleistung, sondern auch andere wirtschaftlich bedeutende Faktoren wie zum Beispiel die Milchleistung der Kühe (und natürlich auch der Töchter eines Stieres) beurteilt werden.

Drei Gewichte werden bei allen Tieren in der Fleischleistungsprüfung erhoben. Das Geburtsgewicht ist entsprechend der Zuchtprogramme ausschließlich über eine Wiegung selbst zu ermitteln. Andere Methoden sind weder in den Zuchtprogrammen noch in den Richtlinien der Leistungsprüfung definiert! Die Ergebnisse der Leistungsprüfung der einzelnen Rassen sind in Kürze im Zuchtbericht auf www.fleischrinder.at verfügbar.

Fortbildungsveranstaltung: Tiergesundheit in der Mutterkuhhaltung
Am Freitag, 23. Februar, findet in der Berglandhalle in Wieselburg eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema Tiergesundheit in der Mutterkuhhaltung statt.
Die Teilnehmer erfahren mehr zu den ersten Ergebnissen und der Relevanz der SNP-Typisierung für die Tiergesundheit. Ein Referent des LKV Niederösterreichs wird die Ergebnisse der Fleischleistungsprüfung beleuchten. Tierarzt Mag. Wolfgang Schiessl erläutert in seinem Vortrag aktuelle Themen zu einem "Dauerbrenner": Kälbergesundheit am Mutterkuhbetrieb. Ein Rückblick auf die Bundesfleischrinderschau, die Ehrung der Betriebe mit Dauerleistungskühen aus Niederösterreich und Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch runden den Tag ab.
Programm und Anmeldung: www.nutztier.at 

Genostar Fleischrindertag
Am 16. März findet in der Berglandhalle in Wieselburg der Genostar Fleischrindertag statt. Tiere aus ganz Österreich können bei dieser Veranstaltung ausgestellt werden.
Das Anmeldeformular ist unter https://www.noegenetik.at verfügbar.

 

Bericht Mag. Anna Koiner

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