Ergebnisse Milchleistungskontrolle 2022

Die aktuellen Ergebnisse der Milchleistungsprüfung vom Kontrolljahr 2022 zeigen auch heuer wieder, dass die Milchproduktionsbetriebe auf die Serviceleistungen der österreichischen Landeskontrollverbände zurückgreifen.

Die aktuellen Ergebnisse der Milchleistungsprüfung vom Kontrolljahr 2022 zeigen auch heuer wieder, dass die Milchproduktionsbetriebe auf die Serviceleistungen der österreichischen Landeskontrollverbände zurückgreifen. Im Prüfungszeitraum 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022 standen 83,7% aller Milchkühe (2020: 83,6 %) unter einer lückenlosen Leistungsprüfung und Qualitätssicherung. Der Anteil der kontrollierten Kühe basiert auf den Daten des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft per 1. September 2022. Den höchsten Anteil an kontrollierten Kühen weisen wie schon in den vergangenen Jahren die Bundesländer Tirol und Vorarlberg mit jeweils 91,1 % der Tiere, gefolgt von Niederösterreich mit 87,6 % und vom Burgenland mit 85,9 % aller Milchkühe auf. Die Kontrollorgane der österreichischen Landeskontrollverbände (LKVs) erhoben im aktuellen Prüfjahr auf 18.065 Betrieben (2021: 18.435 Betriebe) Leistungsdaten von 437.033 Milchkühen (2021: 435.426 Milchkühe). Pro Jahr sind dies in etwa 4 Mio. Kontrollen bzw. Ergebnisse, die in Wien über die ZuchtData EDV-Dienstleistungen GmbH der RINDERZUCHT AUSTRIA jährlich verarbeitet werden. Die Anzahl der kontrollierten Betriebe ging um 370 bzw. um 2 % zurück. Das entspricht dem seit Jahren anhaltenden Strukturwandel in der heimischen Rinder- und Milchwirtschaft. Der Bestand an kontrollierten Kühen erhöhte sich um 1.607 Stk. oder um 0,4 %. Der gesamte Milchkuhbestand erhöhte sich geringfügig per Septemberzählung 2022 um 0,2 % oder um 987 Stk. auf 522.023 Tiere. Die gemessenen Leistungen entwickelten sich in den verschiedenen Bundesländern höchst unterschiedlich. Zeigen die genetischen Trends bei den Leistungsmerkmalen überall nach oben, so sind für die Leistungsunterschiede verschiedene Einflüsse außerhalb der Zucht verantwortlich. Über alle Rassen hinweg wurden bei allen Kontrollkühen 7.867 kg Milch bei 4,17% Fett und 3,42 % Eiweiß gemessen. Damit haben die Leistungen im Vergleich zum Vorjahr um 50 kg zugenommen. Die höchsten Leistungssteigerungen verzeichneten die Bundesländer Steiermark (+193 kg), Burgenland (+188 kg) und Kärnten (+182 kg). Die durchschnittlichen Fett-% erhöhten sich um 0,01 Prozentpunkte, während die österreichweiten Eiweißprozente um -0,01 zurückgingen. Die höchsten Leistungen wurden mit 9.356 kg Milch auch heuer wieder auf den burgenländischen Betrieben gemessen, ebenso die höchsten Fettprozente mit 4,30%. Die höchsten Eiweißprozente erreichten mit 3,46% die oberösterreichischen Betriebe.
Die durchschnittliche Herdengröße auf den kontrollierten Betrieben ist von 23,6 auf 24,2 Kühe wie schon in den vergangenen Jahren wieder leicht angestiegen. Die größten Betriebe stehen nach wie vor im Burgenland mit 45 Kühen je Betrieb, die kleinsten Strukturen weisen die Tiroler Betriebe mit 12,6 Kühen je Betrieb auf. Die meisten Kühe stehen mit 133.248 Stk. in Oberösterreich, gefolgt von Niederösterreich mit 88.268 Stk. und der Steiermark mit 66.034 Kühen. Nahezu ein Viertel aller Betriebe, insgesamt 4.450 oder 24,6 % sind in Tirol beheimatet, die allerdings nur ein Achtel (12,8 %) aller Kühe halten.

Quelle: RINDERZUCHT AUSTRIA/Kalcher, kalcher@rinderzucht.at

 

 

 

 

 

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